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Rundgang in der Franzensburg

Die Franzensburg ist als "Gartenhaus im altdeutschen Stile" das Highlight des Schlossparks. Bei einem Rundgang durch die Innenräume können Sie so richtig in die Geschichte der Habsburgerdynastie eintauchen. So erzählen Ihnen die reichhaltige Ausstattung und die kostbaren Denkmäler bis heute über Glanz und Schicksal der kaiserlichen Familie.

Seit dem 19. Jahrhundert erfreut sich die Franzensburg aufgrund Ihrer Mystik und Ausstrahlung großer Beliebtheit. Kaiser Franz II./I. hat als Höhepunkt des Rittergaus im Schlosspark dieses "kleine Schatzhaus Österreich" als seine ideale Märchenburg errichten lassen. Von Anfang an als Museum konzipiert setzen wir nun seit über 50 Jahren diese Tradition fort. Von Ostern bis 1. November jeden Jahres freuen wir uns, Ihnen das Museum in der Franzensburg nahezu im Originalzustand präsentieren zu können.

Treffpunkt zu den Führungen ist jeweils der Äußere Burghof beim Museumsshop, nachstehend wollen wir Ihnen einige der wichtigsten Räume der Franzensburg vorstellen:


Der Habsburgersaal

Rundgang Der größte Saal in der Franzensburg beeindruckt durch sein imposantes Gewölbe und die atemberaubende Akkustik. 17 lebensgroße Marmorstatuen jener Habsburger, die Könige oder Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation waren, symbolisieren eine Ahnengalerie. Die meisten Figuren wurden von den Gebrüdern Peter und Paul Strudel um 1700 im Auftrag von Prinz Eugen von Savoyen aus Carraramarmor angefertigt.

In den Spitzbogenfeldern über den Herrschern wurden Szenen aus ihrem Leben eingemalt. Die Entwürfe stammen von Peter Fendi, Josef Klieber führte die Grisaillenmalerei aus. Über Karl VI. sieht man beispielsweise den Kaiser mit dem Architekten Fischer von Erlach, im Hintergrund die Karlskirche, die der Herrscher nach einer Pestepidemie bauen ließ. Fischer von Erlach hält einen Plan für eine Erweiterung der Wiener Hofburg, der jetzigen Nationalbibliothek, in der Hand. Maria Theresia ist auf dem Ungarischen Reichstag zu Pressburg 1741 dargestellt, auf dem Arm hält sie ihren Sohn, den späteren Kaiser Josef II..

Erster Empfangssaal

RundgangAb diesem Raum spürt man so richtig die dunkle Mystik des Mittelalters. Die hölzerne Kassettendecke kommt aus dem Schloss Greillenstein bei Horn im Waldviertel. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts angefertigt. Für die Franzensburg wurde die Decke verkleinert, dunkel gebeizt, und nachträglich setzte man die Wappen von Böhmen und Ungarn ein.

An den Wänden sehen Sie mit Blattgold belegte, bemalte und gepresste Schweinsledertapeten. Diese stammen aus der Prälatur des Stiftes Klosterneuburg, angefertigt im 17. Jhdt.. Daran anschließend wurde als Wandverkleidung eine spätgotische Schnitzerei aus dem Schloss Pöggstall angebracht. Im 19. Jhdt. wurde der Aufzug zu einem Turnier aus der Zeit Kaiser Maximilians I., eingemalt.

Kaiser Maximilian I., genannt der "letzte Ritter", ist in diesem Raum viermal dargestellt. Er war wohl einer der großen Vorbilder für Kaiser Franz II./I..  Die Truhe an der Vorderseite - unter einem der Portraits von Maximilian - kommt aus dem Stift Melk, datiert aus dem Jahre 1611. Sie ist mit Intarsien und Schnitzereien verziert.

Die Kapelle

RundgangDie Kapelle wurde mit dem roten und grauen Marmor der ehemaligen Capella speciosa von Klosterneuburg getäfelt. Mit diesem Marmor haben sich hier wesentliche Teile der ältesten gotischen Kapelle Österreichs erhalten.

Der Tabernakel besteht aus drei Sandsteinblöcken. In das Innere des mittleren Blocks ist das Relief das "letzte Abendmahl" eingearbeitet. Der Tabernakel kommt aus dem Stift Zwettl aus der Zeit um 1500 und war angeblich die Lebensarbeit eines Mönchs. Aus der Zeit um 1500 stammt auch der Schmerzensmann sowie gegenüber Johannes der Täufer und Christophorus. Die zwölf Apostel, die an der Vorderseite im Kreise aufgestellt sind, sind Tonfiguren aus dem 18. Jhdt.

Die Fenster in den Türen der Rückseite sind aus der Stadtpfarrkirche Steyr: Die acht länglichen sind Arbeiten vom Ende des 15. Jhdts., die vier runden Grisaillescheiben des ersten Viertels des 16. Jhdts.

 

 

Der Lothringersaal

RundgangDieser Raum ist ganz der Familiengschichte der kaiserlichen Familie ab Kaiserin Maria Theresia gewidmet. Durch ihre Heirat mit Franz Stephan von Lothringen konnte die Dynastie als Haus Habsburg - Lothringen fortbestehen.

Die Decke und die Türverkleidung des Lothringersaals kommen aus Schloss Greillenstein bei Horn. Sie wurden Ende des 16. Jhdts. angefertigt. Auch diesen Raum hat man entsprechend der Decke gebaut. Außerdem wurde dazu um 1830 der Fußboden neu verlegt: Fußboden und Decke haben die gleichen Konturen, die Decke scheint sich im Fußboden zu spiegeln.

In den Fenstern ist in der Mitte jeweils eine Szene aus dem Leben eines Herrschers der Familie Habsburg - Lothringen eingemalt, daüber und darunter ein kaiserlicher Gutsbesitz in Niederösterreich.

An den Wänden sind lebensgroße Portraits der Familie von Kaiser Franz II./I. zu bewundern. Beginnend mit seinen Großeltern, Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz Stephan von Lothringen, über seine Eltern bis hin zu seinen zahlreichen Brüdern. Kaiser Franz II./I. ist in einem Gemälde an der Stirnseite des Saales dargestellt, flankiert von seinen beiden Söhnen. An seiner linken Seite der spätere Kaiser Ferdinand I., an seiner rechten Seite sein Bruder Erzherzog Franz Karl, der Vater von Kaiser Franz Joseph I.. Franz Joseph zählt gemeinsam mit seiner Gemahlin, der legendären und faszinierenden Kaiserin Elisabeth, genannt "Sisi", zu den wohl bekanntesten Habsburgern.

Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph haben in Laxenburg Ihrer Flitterwochen verbracht. Kronprinzessin Gisela und Kronprinz Rudolf wurden in Laxenburg im Blauen Hof geboren. Die Taufe der beiden Prinzenkinder fand im ovalen Saal der Speisesäle statt. Diese Säle sind heute Teile des Conference Center Laxenburg und sind im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich.

 

Diese 4 Säle und rund 20 weitere prunkvoll ausgestattete Räumlichkeiten sind in der Franzensburg zu besichtigen. Versäumen Sie auch nicht den traumhaften Blick vom Hohen Turm der Franzensburg, der schon in der Monarchie äußerst geschätzt gewesen ist.

Alle Informationen zu den Besichtigungsmöglichkeiten in der Franzensburg erfahren Sie in dem Kapitel Öffnungszeiten/Eintrittspreise Franzensburg !

Ausführliche Informationen finden Sie in den Büchern:

  • "Der Schlosspark Laxenburg"
  • "Die Franzensburg in Laxenburg"

und in der Broschüre "Die Franzensburg in Laxenburg", welche in deutsch, englisch, italienisch und ungarisch erhältlich ist.

Erhältlich im Museumsshop Franzensburg und an allen Parkkassen

 

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