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Turnierplatz

Dieser große rechteckige Platz - der in der älteren Literatur als „Caroussel-Platz in altdeutscher Art" bezeichnet wird - ist ein wesentlicher Bestandteil des „Rittergaus", der die alte Parkanlage entscheidend verändert und mit neuen Inhalten bereichert hatte.

Der Ritterkult war eine wichtige Komponente der westlichen Zivilisation in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zuerst begannen die Freimaurer sich als Lichtträger in finsteren Zeiten zu bezeichnen. Sie betrachteten daher die mittelalterlichen Ritter als großes Vorbild ihrer Aktivitäten.

In der Wiener Loge „Zur Strikten Observanz", deren Oberhaupt Herzog Albert von Sachsen-Teschen war, war dieser Gedanke schon in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts fest verankert. Ab 1790 wurde die Wildensteiner Ritterschaft zur Blauen Erde in Seebenstein gegründet, die als geheimer Verein die mittelalterlichen Gebräuche in spielerischer Form zu verwirklichen suchte.

TurnierplatzSchon lange vor der Errichtung des Turnierplatzes, mit der im Jahre 1798 begonnenen wurde, fand 1791 ein Ritterumzug in Laxenburg statt, dessen bühnenhafte Architekturelemente die Stilformen der Neugotik zeigten. Das kaiserliche Ehepaar beziehungsweise Michael Riedl konnten hier also an eine örtliche Tradition anknüpfen, die auf dem Turnierplatz mit regelmäßigen Vorstellungen für das breite Volk im 19. Jahrhundert fortgesetzt wurde.

Diese kuriose Anlage mit Kaiserloge, Richterlogen und Zuschauertribünen ist ein einmaliges Denkmal seiner Art. Joseph Parkfrieder griff die Gedanken eines „Rittergaus" und das Formgut von Laxenburg viel später bei seinem 1848/1849 errichteten „Heldenberg" auf.

Ausführliche Informationen finden Sie in den Büchern:

  • "Der Schlosspark Laxenburg"
  • "Die Franzensburg in Laxenburg"
  • "Der malerische Landschaftspark in Laxenburg bei Wien"

Erhältlich im Museumsshop Franzensburg und an allen Parkkassen

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