Schloss Laxenburg suedlich von Wien. Erholung, Kultur und Natur.

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Kolossalbüste von Kaiser Franz

In den Gärten der Renaissance und des Barocks war es selten, daß historische Persönlichkeiten Denkmäler erhielten, viel zu sehr waren diese Gartentypen eine mikrokosmisch-mythologische Welt der wiederentdeckten Antike. Erst in den „englischen Parks" der romantischen Aufklärung wurde die profanisierte Historie ein Thema der Ikonographie.

Der Tempel (oder besser gesagt Altar) der Britischen Tugenden in Stowe (England, Bucking­hamshire) war der erste Ort, wo Büsten von berühmten historischen Persönlichkeiten (Politiker, Wissenschaftler, Kriegsherren et cetera) aus der englischen Geschichte und Gegenwart um 1730-1740 aufgestellt wurden. Der „englische" Garten ist somit auch ein „Denkmalort" geworden, und in der Folge sind die späteren urbanen Parkanlagen des 19. Jahrhunderts voll mit Denkmälern von wichtigen Persönlichkeiten.

KollossalbüsteDie Büste von Kaiser Franz, anders auch als „Monument" bezeichnet, war schon um die Zeit des Wiener Kongresses auf dem „Einsiedelei-Platz" geplant, jedoch erst nach dem Tod des Herrschers verwirklicht worden. Die Stadt Mailand hat diese von Bildhauer G. B. Comolli geschaffene Marmorbüste auf einem Granitsockel schon zu Lebzeiten des Kaisers der Kaiserin Karoline Augusta geschenkt, sie wurde jedoch erst 1836 in Laxenburg aufgestellt.

Die lateinische Inschrift auf der Vorderseite lautet ins Deutsche übersetzt:
„Franz, Kaiser von Österreich, geboren in Florenz am 12. Februar 1768, gestorben zu Wien am 2. März 1835."
Auf der Rückseite steht:
„Dem wahrhaft weisen hochsinnigen Kaiser, welcher sich in diese, von ihm wunderbar gepflegten Gärten von den Regierungsgeschäften zur Erholung zurückzog. Er kannte die Namen und Abstammung der Pflanzen und Bäume. Sein frommer und einfacher Sinn pflegte sich an der Naturschönheit seines Aufenthaltsortes und an den ländlichen Unterhaltungen zu ergötzen. Die über seinen Tod tiefbetrübte Gemahlin Karolina Augusta".

Derzeit gruppieren sich um dieses Denkmal noch sehr alte Lebensbäume, ein Geweihbaum, ein Trompetenbaum und hainbildende Eschen. Vier mächtige Zürgelbäume bilden die Raumgrenze hinter der Büste des Kaisers Franz I. und vor einigen Jahren wurde diese wertvolle botanische Ausstattung um eine seltene gelbblühende Roßkastanie ergänzt.

 

Ausführliche Informationen finden Sie in den Büchern:

  • "Der Schlosspark Laxenburg"
  • "Die Franzensburg in Laxenburg"
  • "Der malerische Landschaftspark in Laxenburg bei Wien"

Erhältlich im Museumsshop Franzensburg und an allen Parkkassen