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Eschentriebsterben im Schlosspark

Eschentriebsterben im Schlosspark

Wir verwalten seit nunmehr über 50 Jahren die Schlossanlage Laxenburg mit den dazugehörigen Schlosspark Laxenburg. In den vergangenen Jahrzehnten hat uns der Pflanzenbestand der Parkanlage immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Das Ulmensterben der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts oder etwa die Kastanienminiermotte waren etwa besonders harte Zensuren für die Pflanzenausstattung. Vor einigen Jahren ist nun in Österreich ein neuer Schädling an der heimischen Esche aufgetreten, das sogenannte falsche weiße Stengelbecherchen. Dieser Pilz wurde vermutlich aus dem asiatischen Raum nach Europa und damit auch nach Österreich eingeschleppt. Die aktuelle Situation zeigt, dass Bayern, Ober- und Niederösterreich sowie Wien zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählen. Seit dem vergangenen beiden Jahren ist nun auch der Schlosspark Laxenburg massiv davon betroffen.

Nach der Infektion beginnen an der betroffenen Esche Teile der Baumkrone abzusterben, eine starke Ausbildung an Totholz ist davon die Folge. Diese nicht mehr versorgten und abgestorbenen Baumkronenteile können jederzeit in die Tiefe stürzen. Ein weiterer nicht unbedeutender Umstand sind mit dem Eschentriebsterben verbundene Sekundärinfektionen. Wie bei uns Menschen führt die Infektion zur Schwächung des jeweiligen Individuums, weitere Infektionen sind meist die Folge. Im Schlosspark Laxenburg ist dies vor allem der Hallimasch, eine Pilzart, die zu Fäulnisprozessen im Wurzelraum führt. Meist ist es genau diese Infektionskette, die den Baum ein weiterer Folge plötzlich und unerwartet umstürzen lässt.

Derzeit besuchen jährlich rund eine Million Besucherinnen und Besucher den Schlosspark, gemäß Ö-Norm L1122 haben wir als Baumbesitzer für die sogenannte Verkehrssicherheit zu sorgen. Aus den oben genannten Gründen ist der Eschenbestand im Schlosspark als nicht mehr verkehrssicher einzustufen, da jederzeit mit einem Schadensereignis gerechnet werden muss. Da bis dato kein Gegenmittel gegen diese Pilzerkrankung auf dem Markt verfügbar ist, bleibt zur Stunde nur das entfernen des betroffenen Baumbestands.

Der aktuelle Verlust am Baumbestand ist hier sowohl für unsere Besucherinnen und Besucher als auch für uns selbst sehr schmerzvoll. Wir verlieren viele Hauptakteure in der Parklandschaft, die erst wieder mit viel gärtnerischer Kunst für kommende Generationen herangezogen werden müssen. Wir werden aber auch diese Herausforderung annehmen und den Schlosspark wie in den eingangs erwähnten vergangenen Vorfällen auch aus dieser Krise führen.

Zu Ihrer weiteren Information wollen wir Ihnen auch nachstehende Links empfehlen:

https://www.w24.at/Meldungen/2018/6/Laxenburg-Im-Schlosspark-wuetet-der-Pilz

https://www.youtube.com/watch?v=zMwFUfUimOw

Vielen Dank für Ihre geschätztes Verständnis!

Ihre

Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft mbH

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