Franzensburg

Die Franzensburg, ein Hauptwerk des romantischen Klassizismus, wurde im Jahre 1798 unter der Leitung des k.k. geheimen Kammerzahlamtskassiers und späteren Schlosshauptmannes Michael Riedl, Edler von Leuenstern, begonnen. Mit der Realisierung war vor allem der Hofsteinmetzmeister Franz Jäger, Vater (1743-1809), betraut.

FranzensburgBereits 1798 wurden „altertümliche Bausteine von Ruinen und Klöstern zum Aufbau einer Ruine im Park zu Laxenburg" besorgt, unter anderem gelangten Glasfenster des aufgelassenen Klosters Säusenstein an der Donau, ferner Baumaterial vom Kloster Waldhausen und der Capella Speciosa in Klosterneuburg, ein. Am 15. Oktober 1801 fand die Einweihung der Kapelle statt, am selben Tage wurde die Eröffnung der Franzensburg vorgenommen. Die eigentliche Bautätigkeit zog sich allerdings noch hin, und die Vollendung der Franzensburg erfolgte erst Ende 1835.

Zahlreiche Ankäufe und Geschenke, namentlich von den reichen Stiften und Schlössern wie Melk, Kremsmünster, Greillenstein, Zwettl, Klosterneuburg, Lilienfeld, Heiligenkreuz, Schlierbach und Wilhering, ergänzten in der Folge die Ausstattung. Adelige sowie kirchliche Persönlichkeiten trugen zudem durch wertvolle Geschenke zu dekorativen Innenausstattung der Burg bei.

Mit der Franzensburg ist ein Bauwerk erhalten, das abseits der offiziellen akademisch-klassizistischen Linie, fernab höfischer Repräsentation in der Atmosphäre der Privatheit des englischen Parks von Laxenburg geschaffen wurde: kaiserliches Retiro, Museum „altdeutscher Kunst" und Denkmal der Dynastie Habsburg-Lothringen und - nicht zuletzt - Kunstwerk der Zeit Kaiser Franz II. (I.).

Die Interieurs der Franzensburg hatten stets mehrere und im Wandel begriffene Bedeutungsebenen. Zunächst beherbergte das Innere der romantischen Parkburg die Gemächer eines märchenhaften Ritters. Die Elemente der Ausstattung und Einrichtung bildeten als Relikte des „vaterländischen Altherthums" gleichzeitig auch die Exponate eines Museums der „altdeutschen" Kunst österreichischer Prägung. Für die Besucher war die Franzensburg zu Kaiser Franz Zeiten und sie ist heute zunächst ein „Sight", eine Attraktion im Laxenburger Park, die schon von weitem neugierig macht und einlädt, hineinzugehen. Im Inneren eröffnet sich Ihnen das „Schatzhaus Österreich"!

 

Die Franzensburg ist im Rahmen von Führungen in der Zeit von Ostern bis Anfang November geöffnet!

Weitere Informationen über Öffnungszeiten/Eintrittspreise Franzensburg

 

Ausführliche Informationen finden Sie in den Büchern:

Erhältlich im Museumsshop Franzensburg und an allen Parkkassen