Rittersäule

RittersäuleGaheis schrieb zu Anfang des 19. Jahrhunderts: „... Mit ähnlichen Beurtheilungen erreichten wir nun die obenerwähnte Säule. Sie trägt einen geharnischten Rittersman, der sich auf einen österreichischen Wappenschild stützt, und ruht auf einem großen Postamente, zwischen zwey colossalischen Löwen. In einem mit Gittern verschlossenen Hohlraume des Postamentes sieht man 6 alabasterne Büsten, mit vieler Kunst gearbeitet, und gewiß von großem Werthe. Dieses massive Werk ist das burgherrliche Vogteyzeichen, und ist mit in das Prospectstück aufgenommen worden, welches L. Janscha von dem Ritterschloß und seiner nächsten Umgebung gezeichnet und C. Postl gestochen hat."

Die Löwenfiguren stammen - wie bei der Löwenbrücke - vom Bildhauer Wilhelm Beyer, die Alabasterbüsten sind längst entfernt worden. Manche ältere Quellen bezeichneten die 1798 entstandene Rittersäule auch als „Jurisdikzions­säule"; sie war gewiß neben Turnierplatz und Rittergruft ein Hauptakzent im „wildromantischen" Rittergau und diente zur Verherrlichung der ritterlichen Tugenden. Säulenfiguren waren ein beliebtes Thema der englischen Gärten, die, wie schon erwähnt, auch als Denkmalort gegolten haben.

Die Rittersäule steht heute auf einer kleinen Lichtung. Hier dominieren die alten Eichen und die Schwarzföhren. Charaktergebend ist jedoch der weitläufige dichte Eibenbestand, der den ganzen Bereich in mystische Dunkelheit hüllt.

In der Umgebung der Rittersäule ist auch die Bodenmodellierung beachtenswert. Aneinandergereihte „Schön­heitshügel" begleiten die Wege in Richtung Rittergruft. Noch dunkler und bedeckter wirkt die Eibenallee, die von hier zum Taubenschlag auf der Meiereiwiese führt.

 

 

 

 

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