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Fauna und Flora

BäumeDas gehegte Wild, wie Rehe, Hasen und Fasane, die leider seltener gewordenen Singvögel, aber auch der umfangreiche Bestand an heimischen und exotischen Gehölzen, deren Nachpflanzung weiter besorgt wird, beleben und bereichern das Bild einer durch schöpferischen Geist beeinflussten Natur, die zu genießen ein besonderes Erlebnis werden kann.

Laxenburg ist seit jeher durch den hohen Grundwasserspiegel charakterisiert. Durch den in dieser Gegend typischen Tegel als wasserundurchlässigen Boden bilden sich leicht Teiche und Sümpfe. Somit galt Laxenburg schon in frühen Jahren als „nasse Ebene".

BäumeSicherlich war diese Lage Laxenburgs ein treibendes Moment für die Errichtung bzw. für den Aufschwung des Schlosses. Denn die Gegend eignete sich wegen ihres Reichtums an Wasservögeln ungemein für die Jagd. Einen guten Überblick über die Fauna Laxenburgs gibt das Verzeichnis einer Jagdbeute aus dem Jahre 1729. 180 Reiher, 27 Hasen, 58 Elstern, 29 Krähen, 19 Wildenten, 7 Milane, 7 Mandelkrähen, 10 Raben, 2 Rebhühner und ein Wachtelkönig wurden damals erlegt.

 

 

Laut Arbeitsberichten wurden bei der Auspflanzung der Parkerweiterung Ende des 18. Jahrhunderts folgende einheimische Gehölze aus nahen Waldungen verwendet:

  • Ahorn (Acer campestre, Feldahorn)
  • Ahorn (Acer platanoides, Spitzahorn)
  • Buche (Fagus sylvatica)
  • Birke (Betula pendula)
  • Eiche (Quercus robur)
  • Esche (Fraxinus excelsior)
  • Felber (Salix, Weiden)
  • Fichte (Picea abies)
  • Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Hollunder (Sambucus nigra)
  • Liguster (Ligustrum vulgare)
  • Linde (Tilia cordata, Winterlinde)
  • Linde (Tilia platyphyllos, Sommerlinde)
  • Kastanie (Aesculus hippocastanea)
  • Pappel (Populus nigra Italica, Säulenpappel)
  • Pfaffenkapperl (Eounymus europaea, Spindelstrauch)
  • Ruster (Ulmus sp., Ulme)
  • Vogelbeere (Sorbus aucuparia)
  • Weißdorn (Crataegus monogyna)


Die ersten „Fremdlinge" bzw. Exoten(„nicht aus den Waldungen"):

  • Akazien (1799, 500 Stk.) Robinia pseudoacacia
  • Essigbaum - Rhus cotinus (1806, 2700 Stk.)
  • Platane (1810, 80 Stk.) Platanus sp.
  • Rhododendren (1825)



BäumeNatürlich hat sich der Bestand an Gehölzen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert. So gibt es eine zeitgenössische Liste, die den Bestand Mitte des 19. Jahrhunderts um eine Vielzahl umfangreicher angibt.

Die angeführten Pflanzlisten sind nur Auszüge aus zeitgeschichtlichen Quellen, die weit den Rahmen der hier mit deutschen Namen wiedergegebenen Gattungen mit ihren Spezies, Sorten und botanischen Formen übersteigen (zum Beispiel 43 verschiedene Eschenarten).

Werfen wir einen Blick in das Verzeichnis „Der in den k.k. Laxenburger Baumschulen vorhandenen exotischen Bäume und Sträucher". In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden danach zum Abgeben angeboten: Trompetenbaum, Zürgelbaum, Blasenstrauch, Baumhasel, Gleditschie, über 20 Arten von Eschen, Geweihbaum, Blasenbaum, Tulpenbaum, falscher Jasmin, Heckenkirsche, Sanddorn, Traubenkirsche, Platane, Essigbaum, über 10 Arten von Akazien und Ahornen, Judasbaum, Ulmen, Ölweide, Pimpernuß, Thujen, Weymouthskiefer, Libanonzeder, Zypressen, Fichten, Tannen, Lärchen, Schwarzföhren, Weißföhren, Latschen, Sadebaum, Gingkobaum und viele andere mehr. Darunter waren auch viele standortfremde Arten anzutreffen.

BäumeUm 1800 begann bereits die Sammlung fremdländischer Gehölze und deren Auspflanzung. Akaziensetzlinge waren vom Liechtensteinschen Gartendirketor Petri als Geschenk dem Kaiser angeboten worden. Zürgelbäume kamen wiederum aus Ebersdorf. „Buschwerk, das fremden Zonen angehört" bildete den ‹bergang zwischen Wiesen und Baumbestand und „Nordamerikas Gehölze schmücken langgedehnte Rasenflächen" (Schottky 1821).

Der Park wurde also nicht nur wegen der außerordentlich schönen Landschaftsbilder, die nicht zuletzt vom mannigfaltigen Habitus der verwendeten Gehölzarten hervorgerufen wurden, geschätzt, sondern auch der seltenen Bäume, Sträucher und der vielen Arten fremdländischer Nadelbäume wegen bewundert und geliebt.

 

Ausführliche Informationen finden Sie in den Büchern:

  • "Der Schlosspark Laxenburg"
  • "Die Franzensburg in Laxenburg"
  • "Der malerische Landschaftspark in Laxenburg bei Wien"

Erhältlich im Museumsshop Franzensburg und an allen Parkkassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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