Neue Schutzmaßnahme für Veteranenbäume im Schlosspark Laxenburg
Parkpflege im Schlosspark Laxenburg: Zäune ermöglichen die langfristige Erhaltung des Baumbestands und dienen der Sicherheit der Besucher:innen.

Jahrhundertealte Bäume im Schlosspark Laxenburg
Stammgästen des Schlossparks ist es nicht entgangen: Einige der Bäume sind seit dieser Saison von großzügigen Zäunen umgeben. Darunter fallen die Platane auf der Wiese gegenüber der Franzensburg, die Blutbuche am Goldfischteich, die Hängebuche auf der Verbindungsinsel und die Buche in der Nähe des Concordia-Tempels. All diesen Bäumen ist eines gemein: Sie zählen zu den Veteranen des Schlossparks Laxenburg und prägen das Landschaftsbild seit Generationen.
Das Alter der Bäume kann recht gut eingeordnet werden: Die Platanen des Schlossparks Laxenburg wurden ab 1811 geliefert, in den 1820ern dürften die meisten der Buchen hinzugekommen sein. Damit fallen diese Pflanzungen in die Zeit der intensiven Umgestaltung des Parks unter Kaiser Franz II./I., der aufgrund seiner Leidenschaft für Botanik auch den Beinamen „Blumenkaiser“ bekam.
Übrigens: Bei einigen der mächtigsten Bäume des Schlossparks dürfte es sich um sogenannte „Büschelpflanzungen“ (auch „Bündelpflanzungen“) handeln, die im späten 18. und 19. Jahrhundert sehr verbreitet waren. Darunter versteht man das Einsetzen mehrerer Steckhölzer in ein gemeinsames Pflanzenloch. Die einzelnen Stämme wuchsen anschließend am Fuß zusammen und bildeten so schnell eine beeindruckende Mehrstämmigkeit bei Solitärbäumen.



Zäune sichern Bestand und Aufenthalt im Schlosspark Laxenburg
Das hohe Alter der Bäume bedeutet auch einen erheblichen Pflegeaufwand. Totholz und kranke Äste müssen regelmäßig entfernt werden, um die Sicherheit der Spaziergänger:innen zu gewährleisten. Teilweise wurden die dahingehend notwendigen Rückschnitte jedoch so umfangreich, dass diese selbst zur Belastung für die Bäume zu werden drohten.
DI Wolfgang Mastny, Leiter der Parkpflege im Schlosspark Laxenburg, erklärt:
„Der Balanceakt zwischen schonender Baumpflege und Sicherheit ist nicht immer einfach. Um die Verkehrssicherheit bei unseren Veteranenbäumen gewährleisten zu können, wären für die Bäume nachteilige Eingriffe notwendig gewesen. Wir haben uns daher entschieden, einigen davon abgeschrankt ein würdevolles Altern zu ermöglichen. Damit erfreuen uns die mächtigen Altbäume bei optimaler Sicherheit noch viele Jahre.“


Schutz in beide Richtungen
Die neuen Schutzzäune verhindern nebenbei eine gut gemeinte Tradition: das Einritzen von Initialen in die Rinde. So romantisch manche Liebesbekundung auch gemeint ist, das Ritzen verletzt die Wachstumsschicht des Baumes und ermöglicht ein Eindringen von Keimen.
Mit den neuen Zäunen können wir nun sicherstellen, dass sowohl unsere Besucher:innen als auch die Bäume selbst geschützt sind. Die Maßnahme ist ein weiterer Schritt in der Erhaltung der mächtigen Veteranenbäume, für die der Schlosspark Laxenburg berühmt ist.
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